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Treffen der Familien und Kinder im November

Die Kinder kamen am 15.11.2018 zusammen mit ihren Erziehungsberechtigten ins gemeinsame Zentrum von KUFA e.V. und ASCRCO.

 

 

 

Zu diesem Treffen ist der Regisseur Ali Dosti in unser Zentrum eingeladen worden, um seinen ergreifenden Dokumentarfilm über den Abbau von Bodenschätzen in Afghanistan zu zeigen. Während unsere Mitarbeiter zusammen mit Ali Dosti alles für die Filmvorführung vorbereiteten, erzählten sich die Kinder und Jugendlichen viele Geschichten und Witze.

 

 

Ali Dostis Dokumentation wurde vor einem Monat fertig gestellt. Der größte Teil des Films wurde in einer Mine in Samangan abgedreht. Der Schwerpunkt des Films liegt laut Ali Dosti darauf, die harte Arbeit in den Minen Afghanistans und besonders die erschütternde Wahrheit darüber, dass leider sehr viele Kinder in solchen Minen täglich viele Stunden schuften müssen, zu dokumentieren.

Am Anfang des Films zeigt Ali Dosti, dass viele Kinder und Jugendliche in zahlreichen Minen in Afghanistan zum Abbau von Bodenschätzen ausgebeutet werden und sehr harte Arbeit verrichten müssen. In dem Film wird geschildert, dass sich der Präsident und die Regierung Afghanistans über die Kinderarbeit in den Minen nicht nur bewußt sind, sondern sie  zulassen, obwohl Kinderarbeit in Afghanistan verboten ist und es somit Aufgabe der Regierung wäre, gegen die unmenschliche Kinderarbeit vorzugehen und den Kindern den Zugang zu Schulen zu ermöglichen sowie die Familien so zu unterstützen, dass sie nicht aus purer Not ihre Kinder in die Minen schicken müssen.

 

 

 

Bei den erschütternden Interviews mit den Kindern aus dem Film kristallisiert sich schnell heraus, dass die minderjährigen Jugendlichen und Kinder durch Armut oder ein schweres Familienschicksal dazu gezwungen sind, in den Minen zu arbeiten. Die Arbeit in den Tunneln ist sehr gefährlich, besonders für die Kinder.
 
In den Tunneln wird sehr hart gearbeitet und wenn die Kinder in den Augen ihrer Vorgesetzten oder volljährigen Mitarbeiter nicht schnell und gut genug arbeiten, werden sie oft geschlagen. Teilweise werden die Kinder in den Tunneln sogar sexuell missbraucht.

Ali Dostis Dokumentarfilm eröffnet dem Zuschauer die Thematik der Kinderarbeit in den Minen Afghanistans sehr differenziert und dokumentiert zugleich die Hintergründe für diese illegale Arbeit und alle Schwierigkeiten, die für die Kinder während der Minenarbeit entstehen.

Die Kinder und Jugendlichen sowie deren Familienangehörige in unserem Förderzentrum und alle unsere Mitarbeiter waren Ali Dosti sehr dankbar, dass er ihnen diesen interessanten und schockierenden Dokumentarfilm gezeigt hatte.

Direkt im Anschluß an den Film bat Ali Dosti die Anwesenden, ihre Meinung zum Film und dessen Inhalt zu äußern und Fragen zu stellen, woraufhin eine lebhafte, interessante Gesprächsrunde entstand.

 

 

 

 

Am Ende legte Ali Dosti den Kindern und Jugendlichen eindringlich ans Herz, dass sie sich bewusst machen sollen, dass sie nun nicht mehr auf der Straße arbeiten müssen und was es für sie bedeutet, dass sie die kostenlosen Bildungsmöglichkeiten haben, die ihnen KUFA e.V. und ASCRCO stellen, dass sie diese so gut wie nur irgend möglich nutzen und fleißig lernen sollen, denn nur so können sie sich einen guten Bildungsweg aussuchen und studieren oder eine Ausbildung machen und nie wieder auf der Straße arbeiten oder solch harter Arbeit wie die Kinder aus dem Film nachgehen müssen.

Zuletzt bedankten sich unsere Mitarbeiter und die Kinder ganz herzlich bei Ali Dosti dafür, dass er ihnen allen seinen wunderbaren Film gezeigt hatte.

 

 

 

 

Anschließend wurde berichtet, dass KUFA e.V. Geld für arme Bewohner aus Molestan und Uruzgan geschickt hatte und dieses vor Ort von unseren Mitarbeitern verteilt worden ist.

 

 

 

Am Ende haben die Kinder und Jugendlichen wieder genüsslich zusammen mit Herrn Ali Dosti gegessen.

 

 

 

Danach haben sie alle ihre monatliche Unterstützung empfangen und gingen glücklich und gesättigt nach Hause, nachdem sie noch von unseren Mitarbeitern herzlich verabschiedet worden sind.