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Ein schicksalhafter Besuch für die Straßenkinder in Kabul

Am 08.09.2014 besuchte uns in unserem Büro in Hamburg die sehr geehrte, liebe Frau Gudrun Hörmann, Vorsitzende des österreichischen Vereins "Gutes Tun" für hilfsbedürftige Kinder und Jugendliche aus Afghanistan mit ihrem Begleiter, dem jungen Afghanen Kasim Jan, mit der Absicht, das Arbeitsgebiet des Vereins zu erweitern.

Der Verein "Gutes Tun" (www.gutes-tun.net) wurde vor drei Jahren in Wien gegründet, hilft seitdem der "Ayas Stiftung" und ist Pate für zwei Wohngemeinschaften von Jugendlichen ohne Begleitung, welche von "SOS-Kinderdörfer Weltweit" geführt werden.
Nun möchte "Gutes Tun" seinen "Wirkungsgrad" erweitern und Kinder und Not leidende Menschen direkt in Afghanistan unterstützen. Um dieses Ziel zu verwirklichen, recherchierte man im Internet nach einem geeigneten Partner in Afghanistan und fand KUFA e.V..

Wir sind davon überzeugt, dass der liebe Gott, gerade jetzt zu Weihnachten, wo einerseits der Winter vor der Tür steht und für "unsere" Familien warme Kleider angeschafft werden müssen, und andererseits die Anzahl der Straßenkinder in unserem Projekt in Kabul seit Juli dieses Jahres von 30 Kindern auf 51 Kinder anwuchs und somit unsere Finanzlage angespannter wurde, einen Engel in Gestalt der lieben Frau Hörmann und ihres Begleiters zu uns schickte.
 
Das Gespräch wurde in einer sehr lieben und hoffnungsvollen Atmosphäre geführt und beide Seiten zeigten die Bereitschaft zu einer engen Zusammenarbeit zu Gunsten der Straßenkinder und Not Leidenden in Afghanistan. Weiterhin  wies uns die liebe Frau Hörmann auf die mögliche finanzielle Förderung durch die Organisation "SOS-Kinderdörfer Weltweit" hin. Da sie das Vorstandsmitglied dieser Organisation, Herrn Dr. Vyslozil, persönlich kennt und mit ihm zusammenarbeitet, baten wir sie, uns bei ihm vorzustellen und ihm ihre eigenen Eindrücke von KUFA mitzuteilen.



KUFA Büro in Hamburg: Der Frieden liebende Vincent Heitmann, Frau Gudrun Hörmann, Rahman Nadjafi, Kasim Jan

Gleich nach ihrer Rückkehr nach Wien machte Frau Hörmann einen Termin mit Herrn Dr. Vyslozil und begeisterte ihn so sehr von der Arbeit von KUFA, dass er uns die Ehre gab und uns und den Verein "Gutes Tun" zu einem "Kennenlerngespräch" in das SOS-Kinderdörfer-Weltweit Büro in unserer Stadt Hamburg am 30.Oktober einlud. Wir wurden sehr herzlich von Herrn Dr. Vyslozil und seiner Büroleiterin, der lieben Frau Teske, empfangen. Herr Dr. Vyslozil war über unsere Arbei sehr gut informiert und sagte: "Der Verein KUFA ist einer der ältesten und konsequentesten in Sachen Afghanistan-Hilfe hier in Deutschland. Wir gratulieren Ihnen und Ihren Mitarbeitern herzlich zu diesem "langen Atem". Sie beeindrucken u.a. durch das Konzept, wirklich allen Ethnien über alle Religionen hinweg zu helfen. Und Sie sind Ihrem Anspruch über alle Höhen und Tiefen hinweg stets treu geblieben." Die Anerkennung von einer Persönlichkeit, die eine Weltorganisation führt, gibt uns Kraft, unsere Projektarbeit für Straßenkinder in Kabul zu erweitern.

Herr Dr. Vyslozil schilderte anhand einer Skizze, wie man nächstes Jahr das Projekt, welches gewissermaßen schon jetzt im Sinne von SOS-Kinderdörfer-Weltweit arbeitet, erweitern kann, was genau unseren Zielvorstellungen entsprach, die wir auch schon in anderen Projekten, z.B. unserem Frauen- und Waisenhaus, umgesetzt hatten, für deren Verwirklichung zur Zeit die finanziellen Mittel aber nicht vorhanden sind. Das bedeutet, dass wir für eine professionelle Betreuung unserer bald 100 Straßenkinder und deren Familien ein Haus als Zentrale brauchen, welches täglich mit Fachpersonal für die Kinder und Familien geöffnet ist, in welchem sie psychologisch, pädagogisch und medizinisch betreut und nach Möglichkeit auch handwerklich gefördert werden sollen. Das Haus soll ein Ort der Geborgenheit und der Fürsorge sein, der täglich zur Verfügung steht.

Herr Nadjafi bedankte sich bei Herrn Dr. Vyslozil für die Kraft gebende Einführung und berichtete weiterhin über die jetzige angespannte Finanzlage und auch über die fehlenden Mittel für das nächste Jahr für die Verwirklichung unserer Ziele. Daraufhin sicherte uns der liebe Herr Dr. Vyslozil seine Unterstützung zu und sagte: "Da wir davon überzeugt sind, dass sie gute Arbeit leisten, wir selber aber zur Zeit nicht nach Afghanistan gehen wollen, aber satzungsmäßig legitimiert sind, Organisationen, welche in unserem Sinne arbeiten, ideell und finanziell zu fördern, möchten wir KUFA unterstützen. Dieses Jahr möchten wir Ihre Finanzlücke rückwirkend vom 01.07.2014 bis 31.12.2014 decken, und gleichzeitig, Herr Nadjafi, bekommen Sie den tiefsten Wunsch, den Sie hier äußern, nämlich die Zahl der Straßenkinder auf 100 zu erhöhen, finanziell abgesichert. Bitte stellen Sie einen Antrag an SOS-Kinderdörfer-Weltweit. Sowohl im nächsten Jahr wie auch in Zukunft werden wir Ihre Organisation finanziell und ideell unterstützen und wenn es erforderlich ist, werden wir Ihnen bei der Stellung von Anträgen, z.B. Beim BMZ und weiteren Organisationen, welche Mittel für solche Zwecke zu Verfügung stellen, als Partner beistehen."

Herrn Nadjafi traten vor Freude Tränen in die Augen, und die anderen anwesenden Mitglieder von KUFA strahlten vor Freude. Gemeinsam bedankten sich alle sehr herzlich bei Herrn Dr. Vyslozil und der Delegation aus Österreich, die nach diesem Treffen bei einer Mitgliedsversammlung beschlossen hat, zum Martinsfest zum Spenden von warmer Kleidung für unsere Straßenkinder aufzurufen. Somit ist für KUFA erst einmal eine Entspannung der finanziellen Lage geschaffen worden und der tiefste Wunsch von Rahman Nadjafi und Baqi Samandar, die Zahl der Kinder bis Ende des Jahres auf 100 zu bringen, in Erfüllung gegangen. Noch dazu wurden starke Partner, SOS-Kinderdörfer-Weltweit und der Verein "Gutes Tun"  gewonnen. Das ist ein großartiges Weihnachtsgeschenk für unsere Straßenkinder und ihre Familien in Afghanistan.



Treffen im Hamburger Büro von SOS-Kinderdörfer-Weltweit: Kasim Jan, Baktasch Ahmadi, Ulrike Nadjafi, Ole Ohlenbostel, A.Rahman Nadjafi, Dr. Vyslozil, Ingrid

Somit hat der Engel im Gestalt von Frau Gudrun Hörman seinen Auftrag mit bester Form für die Straßenkinder und Not leidenden in Afghanistan erfüllt. Die Zahl unserer Straßenkinder wuchs auf 100, dazu wurde die Finanzlage für dieses Jahr gesichert, und durch die Aktionen, welche der Verein "Gutes Tun" zu Weihnachten zu Gunsten der armen Kinder durchführt, werden wir viele warme Kleider und Brennmaterial zur Verfügung stellen können.

Wir bedanken uns herzlich bei Frau Hörman und ihrer Organisation "Gutes Tun"! Gleichzeitig geht ein tiefster Dank an Herrn Dr. Vyslozil und den gesamten Vorstand von SOS-Kinderdörfer-Weltweit!